Release Date:

16.03.2026

Red Ocean Blue Ocean Strategie

Red Ocean Blue Ocean Strategie

Red Ocean Blue Ocean Strategie

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Red Ocean Blue Ocean Strategie

Warum du im falschen Markt kämpfst

Schau dir die Websites der fünf größten Konkurrenten in deiner Branche an.

Gleiche Versprechen. Gleiche Leistungen. Gleiche Sprache.

Jetzt schau auf deine eigene Website.

Wie anders klingst du wirklich?

Was ist die Red Ocean Blue Ocean Strategie?

Der Begriff stammt aus dem Buch Blue Ocean Strategy von W. Chan Kim und Renée Mauborgne. Red Oceans sind gesättigte Märkte mit harter Konkurrenz — überfüllt mit Mitbewerbern die alle dasselbe anbieten. Blue Oceans sind unberührte Märkte ohne Wettbewerb — wer dort eintaucht, findet Räume die noch niemand erschlossen hat.

Kurz gesagt: Im Red Ocean kämpfst du gegen alle. Im Blue Ocean kämpfst du gegen niemanden.

Warum die meisten Unternehmen im Red Ocean stecken

Da alle Unternehmen innerhalb derselben Marktstrukturen agieren, wird der Konkurrenzkampf mit der Zeit immer intensiver. Margen schrumpfen weil alle versuchen sich über Preisvorteile oder aggressives Marketing durchzusetzen. Gleichzeitig nimmt das Wachstum ab weil der Markt bereits weitgehend erschlossen ist.

Ein typisches Beispiel aus dem Performance Marketing: Wenn zehn Anbieter auf dasselbe Google Ads Keyword bieten, steigen die Klickpreise so lange bis die Marge kaum noch Gewinn hergibt. Der Markt wird für alle Beteiligten unattraktiver.

Das gilt nicht nur für Google Ads. Es gilt für deine gesamte Positionierung.

Wer klingt wie alle anderen, wird verglichen wie alle anderen. Und wer verglichen wird, verliert — entweder den Preis oder den Kunden.

Was die Blue Ocean Strategie wirklich bedeutet

Blue Ocean bedeutet nicht ein völlig neues Produkt erfinden.

Ein Blue Ocean entsteht wenn es dir gelingt eine bisher unbediente Zielgruppe anzusprechen oder eine völlig neue Kombination aus Produkt, Service und Erlebnis zu schaffen die es so zuvor nicht gab.

Ein konkretes Beispiel: Das deutsche Unternehmen everdrop verkauft seit 2019 plastikfreies Wasch- und Spülmittel. Statt neue Plastikflaschen zu verkaufen entwickelten sie ein Nachfüll-Prinzip mit Pulvertüten. Durch die Ansprache umweltbewusster Kunden erschloss everdrop einen völlig neuen Markt — ohne gegen bestehende Wettbewerber kämpfen zu müssen.

Gleiche Kategorie. Anderer Markt. Anderes Ergebnis.

Red Ocean vs. Blue Ocean: Der Unterschied im Marketing

Im Red Ocean funktioniert Marketing als Lautsprecher. Du wirst lauter — aber nicht anders. Mehr Budget, mehr Reichweite, gleiche Botschaft.

Die meisten Mitbewerber konzentrieren sich auf die Decision Phase — den Moment in dem Kunden kaufbereit sind. Genau dort tobt der Preiskampf. Wer sein Marketing in der Awareness Phase oder der Consideration Phase ansetzt, erreicht potenzielle Kunden bevor der Wettbewerb überhaupt eine Rolle spielt.

Das ist Blue Ocean Marketing. Nicht mehr Budget. Eine frühere, relevantere Präsenz.

Wie du deinen Blue Ocean findest

Drei Fragen die zeigen ob du im Red Ocean bist:

Kannst du in einem Satz erklären warum jemand genau dich wählen soll — und nicht irgendjemanden der dasselbe anbietet?

Wenn ein Kunde drei Angebote vergleicht: Stichst du sofort heraus — oder bist du einer von drei?

Könntest du deinen letzten Marketing-Text durch den deines größten Konkurrenten ersetzen — ohne dass jemand den Unterschied merkt?

Wenn die Antwort unbequem ist, weißt du wo das eigentliche Problem liegt.

Für kleine Unternehmen reicht oft eine klare Nischen-Positionierung um sich vom Preiskampf zu lösen. Durch gezielte Content-Strategien und frühe Kundenansprache können auch KMU Blue Ocean Prinzipien umsetzen — ohne einen komplett neuen Markt erfinden zu müssen.

VOID TAKEAWAY

Was das für dein Marketing bedeutet

Blue Ocean Positionierung verändert wie Marketing funktioniert.

Wer klar positioniert ist, braucht weniger Budget um gefunden zu werden. Wer nicht verglichen werden kann, muss nicht über den Preis überzeugen. Und wer einen echten Blue Ocean besetzt, wird gesucht — statt zu suchen.

Systeme verstehen. Dann Geld ausgeben.

Das erste System das du verstehen musst ist nicht der Algorithmus. Nicht das Tracking. Nicht die Kampagne.

Es ist deine Positionierung.

Autor: Damien Schober
Performance Marketing & Strategie – VOID Studio Wien